Alle Beiträge von Peter Berndgen

Vorsicht Verbrühung – Kinder unter 5 Jahren sind besonders gefährdet.

Unser aktueller Sicherheits-Tipp

Eine der häufigsten Unfallursachen bei kleinen Kindern sind Verbrühungen durch heiße Flüssigkeiten wie Tee, Kaffee oder heißes Wasser. Die hohen Unfallzahlen zeigen, wie wichtig Prävention ist. Besonders gefährdet sind Kinder unter 5 Jahren, die ihre Umwelt entdecken, sich aufrichten, um Dinge zu erreichen und diese dann herunterziehen.

 

Besonders in der kalten Jahreszeit steigt die Zahl der Verbrühungsunfälle. Das Inhalieren über einer Schüssel mit heißem Wasser oder die heiße Tasse Tee sind nur Beispiele der zahlreichen Unfallgefahren. „Heiße Flüssigkeiten schädigen bereits ab 52 °C die Kinderhaut. Und kaum jemand weiß, dass schon eine Tasse Tee ausreicht, um bis zu 30 % der Haut eines Kleinkindes zu verbrühen“, weiß Prof. Dr. Karin Rothe, Direktorin der Klinik für Kinderchirurgie in der Charité, Berlin. „Zusätzlich zu den vielen Verbrühungen bei Kleinkindern sehen wir gerade jetzt in den Kliniken gehäuft Unfälle durch das Herabziehen der heißen Schüssel beim Inhalieren,” berichtet die Kinderchirurgin weiter. Adelheid Gottwald, Vorsitzende von Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. betont

 

„Verbrühungen im Säuglings- und Kleinkindalter stagnieren seit Jahren auf hohem Niveau. Die Mehrzahl der betroffenen Kinder ist jünger als 2 Jahre.” Deshalb warnt sie ausdrücklich davor niemals einen heißen Tee oder Kaffee zu trinken, während das Kind auf dem Schoß sitzt. Außerdem rät die Expertin dazu, heiße Flüssigkeiten immer außerhalb der Reichweite von Kindern abzustellen. Tipps zum Schutz:

 

  • Nichts Heißes essen oder trinken, wenn das Kind auf dem Schoß sitzt.
  • Heißgetränke nie zu nah an den Rand von Tisch- und Arbeitsplatte stellen.
  • Auf herabhängende Tischdecken verzichten, Kleinkinder ziehen sich daran hoch.
  • Zum Inhalieren nur geprüfte, standfeste Inhaliergeräte nutzen, und während des Inhalierens beim Kind bleiben. Nicht über einer Schüssel mit heißem Wasser inhalieren!
  • Wasserkocher und andere elektrische Geräte immer außer Reichweite des Kindes stellen. Vorsicht mit herabhängenden Kabeln! Kinder ziehen sich daran hoch und übergießen sich selbst mit kochend heißem Wasser.
  • Wasserhähne mit einem Thermostat sichern, der die Temperatur auf maximal 50° C begrenzt.
  • Auf den hinteren Herdplatten kochen. Herdschutzgitter anbringen.
  • Wärmflaschen nur mit warmem Wasser befüllen und gut verschließen

 

 

Quelle: Paulinchen e.V.      Foto:  Fotolia.de

Mehr Infos unter:

http://www.paulinchen.de/paulinchen-ev/aktuelles/news-detail/news/pressemitteilung-verbruehungsunfaelle/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4df0aacd1c7cf84b03c543ecac99ec1d

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Jahreshauptversammlung 2018 – Feuerwehr für wachsende Aufgaben gut aufgestellt

„Mehr Einsätze, zehn Prozent Mitgliederzuwachs, mehr als 2.900 Stunden in die Ausbildung investiert und viele spannende Projekte für 2018“ – so könnte man die wichtigsten Ergebnisse der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Nörvenich zusammenfassen

 

Traditionell führt die Nörvenicher Feuerwehr immer Anfang März ihre Jahreshauptversammlung durch. Der Leiter der Feuerwehr Nörvenich, Oliver Hartlieb und Bürgermeister Dr. Timo Czech konnten in diesem Jahr so viele Feuerwehrfrauen und -männer in der Nörvenicher Neffeltalhalle begrüßen, wie selten zuvor. Außerdem waren viele Ehrengäste aus Verwaltung, Politik und von benachbarten Hilfsorganisationen der Einladung gefolgt.

 

In seinem Jahresbericht fasste Oliver Hartlieb dabei die Meilensteine der Feuerwehrarbeit in 2017 zusammen. Erfreulich: Der Personalbestand in der aktiven Wehr stieg von 2016 (272 Feuerwehrleute) um mehr als zehn Prozent auf 291 Feuerwehrleute in 2017.

Ebenso steigende Tendenzen gibt es bei den Einsatzzahlen. Knapp 90-mal hieß es im vergangenen Jahr ‚Einsatz für die Feuerwehr Nörvenich‘. Hier mussten die Wehrleute 25-mal zu Brandbekämpfungen und 31-mal zu technischen Hilfeleistungen ausrücken.

 

„Damit setzt sich der Trend zu steigenden Einsatzzahlen, den wir bereits in den vergangenen Jahren feststellen konnten, auch 2017 weiter fort“, so Hartlieb.

Bürgermeister Dr. Timo Czech lobte bei seiner Reflektion des vergangenen Jahres die Arbeit und Weiterentwicklung der Feuerwehr: „Es macht die Summe der Talente aus, die hier in den unterschiedlichsten Bereichen aktiv sind. Ich bin stolz auf unsere Feuerwehr, deren Leistungen und Konzepte mittlerweile überregional anerkannt und beachtet werden“, so der Bürgermeister.

“Auch die Einführung eines zentralen Gerätewartkonzeptes für die Gesamtfeuerwehr Nörvenich habe sich bewährt. „Durch die zuverlässige Arbeit der beiden Gerätewarte konnten schon erhebliche Kosten eingespart werden“, so Czech.

 

Und: Der Verwaltungschef hatte auch gute Nachrichten für die Wehr. Im nächsten Jahr soll ein neues Fahrzeug ausgeschrieben werden und auch für den Neubau eines Feuerwehrstandortes in der Ortschaft Rath gab es von Verwaltung und Gemeinderat grünes Licht.

 

Insgesamt investierten die Nörvenicher Wehrleute im vergangenen Jahr mehr als 3.000 Stunden in Aus- und Weiterbildung – vor allem bei Lehrgängen am Feuerschutztechnischen Zentrum in Stockheim oder im Institut der Feuerwehr NRW in Münster.

 

Oliver Hartlieb gab schließlich noch einen Ausblick auf weitere wichtige Projekte in 2018: „So wollen wir unsere Öffentlichkeitsarbeit weiter intensivieren, insbesondere durch ein interkommunales Projekt der Feuerwehren der Zülpicher Börde. Zudem steht in Nörvenich die Gründung einer Kinderfeuerwehr kurz bevor.

 

Deutlich wurde auf der Versammlung allerdings auch, dass es noch einige „Baustellen“  bei der Fortentwicklung der Feuerwehr  gibt, die am Rande auch kritisch diskutiert wurden. Darunter die Frage, wie kleinere Löscheinheiten künftig effizient in das Gesamtkonzept der Feuerwehr integriert und welche Leistungsanforderungen grundsätzlich an kleinere Einheiten gestellt werden, um den steigenden Anforderungen an die Feuerwehr und der anspruchsvoller werdenden Brandschutz- und Rettungstechnik gerecht zu werden.

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Ausgezeichnet: Nationaler Förderpreises im Bevölkerungsschutz  geht auch nach Nörvenich

Verleihung in Berlin

15 Gewinner freuten sich über ihre Auszeichnung in einer der insgesamt drei Kategorien des wichtigsten deutschen Förderpreises für ehrenamtliches Engagement im Bevölkerungsschutz.

Unter den  Gewinnern in der Kategorie „Innovative Projekte“ ist auch die Feuerwehr Nörvenich mit ihrer Idee des Walk of Flame. Insgesamt wurden hier mehr als 150 Projekte eingereicht.

Zum neunten Mal wurden ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie Unternehmen, Einrichtungen und Personen, die den ehrenamtlichen Einsatz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten und Unterstützerinnen und Unterstützer, die den Bevölkerungsschutz in besonderer Weise fördern, mit dem nationalen Förderpreis „Helfende Hand“ ausgezeichnet.

Über die Teilnehmer sagt Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière: „Die Motivation, das Engagement und die Visionen der Helferinnen und Helfer beindrucken mich jedes Jahr aufs Neue. Seit ich den Preis Leben gerufen habe, sind fast 1.700 Bewerbungen zusammengekommen.
Innenminister Dr. Thomas de Maizière weiter: Sie haben tolle Ideen und Projekte entwickelt, wie die Arbeit im Bevölkerungsschutz vorangebracht werden kann. Sie sind damit Vorbild. Wir sind stolz auf ihre vielen helfenden Hände. Und genau das ist die Idee hinter dem Förderwettbewerb „Helfende Hand“.

 

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Jahresabschlussübung der Löscheinheiten Irresheim und Rommelsheim – Zusammenarbeit erfolgreich bestätigt

Jahresabschlussübung der Löscheinheiten Irresheim und Rommelsheim – Zusammenarbeit erfolgreich bestätigt

Die Menschenrettung bei einem Brand in einem landwirtschaftlichen Anwesen stand als Übungsaufgabe im Mittelpunkt der Jahresabschlussübung der Löscheinheit Irresheim, die in diesem Jahr in enger Zusammenarbeit mit der Löscheinheit Rommelsheim stattfand. Hierzu wurde ein Innenangriff unter Atemschutz in eine landwirtschaftliche Halle vorgenommen. Der Angriffstrupp rettete zwei vermisste Personen. Ein weiteres Übungsziel war es, zu überprüfen, wie mit vorhandenen Mitteln die großflächige und zum Teil verwinkelte Einsatzstelle optimal ausgeleuchtet werden kann.

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Beide Löscheinheiten prüften damit auch ihre Zusammenarbeit. So wurden teilweise Trupps mit Feuerwehrleuten aus unterschiedlichen Löscheinheiten besetzt. In der Übungsnachbesprechung zeigten sich die beiden Löscheinheitsführer sehr zufrieden mit der Kooperation beider Einheiten und der feuerwehrtechnischen Umsetzung der Aufgabe.

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MLF on Tour in Knapsack

Brandbekämpfung in Müllverbrennungsanlage geprobt

Der Chemiepark Knapsack gehört mit mehr als 2.200 Beschäftigten und einer Fläche von 180 Hektar zu den wichtigsten Chemiestandorten in unserer Region. Namhafte Unternehmen wie z. B. Bayer, Clariant oder EEW haben dort Produktionsstandorte. Für die Sicherheit im Chemiepark sorgt die InfraServ, die u. a. auch die dortige Werkfeuerwehr betreibt.

Gemeinsam mit den Feuerwehrleuten der Werkfeuerwehr stand für die Löschgruppe Nörvenich Ende Juni eine nicht alltägliche Übung auf dem Programm. Die Verantwortlichen der Werkfeuerwehr informierten sich vor allem über das neue Druckluftschaumsystem im MLF, welches zurzeit in Nörvenich in Erprobung ist. Dies vor allem aufgrund der besonderen Brandgefahren die in der EEW Müllverbrennungsanlage herrschen. EEW betreibt im Chemiepark ein Ersatzbrennstoffkraftwerk. Hier werden jährlich bis zu 300.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe, vor allem Müll, thermisch verwertet. Die entstehende Energie wird in Form von Strom und Prozessdampf innerhalb des Chemieparks verwertet.

In den großen Vorratsbunkern besteht erhebliche Brandgefahr, oft durch von außen eingetragene Glutnester oder das im Silo entstehende Methangas.

Im Rahmen der Übung überprüften wir bereits Hochdruckschaum, welches hier ein ergänzendes und geeignetes Löschmittel ist. Anschließend stand eine Besichtigung der EEW Müllverbrennungsanlage auf dem Programm.

Gemeinsam mit dem Löschzug der Werkfeuerwehr wurde ein Löschangriff im Vorratssilo vorgenommen. Hierbei kam aus zwei Rohren Druckluftschaum zum Einsatz, der sich auch hier vor allem aufgrund der hohen Wurfweite und Konsistenz als geeignetes Löschmittel erwies.

Hier ein paar Bildimpressionen.

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Großtierrettung – so geht‘s

Unfälle mit Pferden stellen Einsatzorganisationen, wie Feuerwehren, Polizei aber auch Tierärzte vor große Herausforderungen. Hier kommt es nicht nur auf das Wissen über die spezifischen Gefahren bei Tierunfällen an, sondern auch auf die richtige Taktik und Vorgehensweise bei einer korrekten, professionellen und vor allem tiergerechten Rettung.
Wie dies in der Praxis aussieht, dazu hatten Feuerwehrleute aus der Gemeinde Nörvenich Mitte Mai Gelegenheit. In einem Workshop Großtierrettung wurde der richtige Umgang mit verunfallten Großtieren, wie beispielsweise Pferden aber auch Kühen, trainiert. Hierzu hält das Feuerwehrschutztechnische Zentrum des Kreises Düren Spezialgerätschaften zur Verfügung, darunter spezielle Zuggurtmaterialien für die Kopffixierung und spezielle Hebetücher für Pferde und Kühe.

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Foto: Frank Müller – Feuerwehr Nörvenich

RTL West beim Seminar Großtierrettung am FTZ in FTZ Stockheim
Quelle: http://www.rtl-west.de/beitrag/artikel/pferd-am-haken/

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MLF on Tour in Euskirchen

 

Am vergangenen Wochenende war das MLF aus dem Projekt “ FeuerwEHRENsache zu Besuch bei der Eröffnungsfeier der neuen Feuerwache der Feuerwehr Euskirchen.

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Auf der Fahrt nach Euskirchen wurde das Flugfeldlöschfahrzeug des Fliegerhorst Nörvenich begleitet da das Fahrzeug nur mit einem Begleitfahrzeug auf öffentlichen Straßen unterwegs sein darf. Vor Ort IMG_5700wurde das MLF der Öffentlichkeit vorgestellt und die Kameraden aus Nörvenich konnten an diesem Tag dem interessierten Besucher viele Fragen über das Fahrzeug und das Pilotprojekt beantworten.

Wir möchten uns bei der Feuerwehr Euskirchen für die Einladung zu diesem Tag herzlich bedanken.

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Bericht zur Veranstaltung Wie löscht die Feuerwehr in Zukunft?

Um 7:30 Uhr trafen sich die Kameraden im Gerätehaus in Nörvenich um alles für ein sehr lehrreiches Ereignis vorzubereiten:
Im Rahmen der Fahrzeugerprobung im „Projekt Feuerwehrensache“ wurde uns für diesen Tag eine feststoffbefeuerte Brandsimulationsanlage (kurz: BSA) an der alten Hauptschule Nörvenich zur Verfügung gestellt.
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Hier konnten die Atemschutzgeräteträger der gesamten Gemeindefeuerwehr Nörvenich das Vorgehen in einem Wohnungsbrand und das Verhalten bei einer Rauchgasdurchzündung (Flashover) üben. Nebenbei wurde auch die Wirkung von verschiedenen Löschmitteln (Schaum, Netzmittel und Wasser), die das Mittlere Löschfahrzeug (MLF) zum Einsatz bringen kann, getestet.

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Wie löscht die Feuerwehr in Zukunft?

Feuerwehr Nörvenich nimmt an einem Pilotprojekt teil, in den innovative Fahrzeugtechniken   im Feuerwehralltag überprüft werden 

Präsentation im Rahmen einer Realbrand-Ausbildung
am Samstag, den 14. Mai 2016  13.00 – 15.00 Uhr
auf dem Schulhof der ehemaligen Hauptschule Nörvenich

landesweit stehen vor allem die Freiwilligen Feuerwehren vor großen Herausforderungen. Mit immer weniger Personal, vor allem tagsüber, gilt es, immer komplexere Einsätze – sei es bei WP_20160428_16_40_01_Pro2Verkehrsunfällen, aber vor allem auch bei Bränden – zu bewältigen. Durch neue Baustoffe, beispielsweise in Niedrigenergiehäusern oder mit zunehmendem Einsatz von Kunststoff, haben sich auch die Gefahren der Brandbekämpfung verändert. Hierzu zählt insbesondere die rasant gestiegene Gefahr der Explosion von Rauchgasen.

Im Rahmen eines Pilotprojektes des Landes NRW in Zusammenarbeit mit dem Verband der Feuerwehren NRW werden jetzt Konzepte für neue Feuerwehrfahrzeuge und neue Löschtechniken von Feuerwehren unter Praxisbedingungen getestet.

Eines dieser innovativen Fahrzeugkonzepte ist zurzeit bei der Freiwilligen Feuerwehr Nörvenich im Einsatz. Dabei handelt es sich um ein kompaktes mittleres Löschfahrzeug, welches von Grund auf auf die neuen Herausforderungen konzipiert wurde – und vor allem mit weniger Personal auskommen soll.

Haben Sie Interesse, das innovative Fahrzeugkonzept einmal kennenzulernen?

– Dann laden wir Sie recht herzlich ein. Schauen Sie bei uns vorbei.

Am Samstag 14.05.2015 findet auf dem Gelände des ehemaligen Schulhofes der Hauptschule Nörvenich eine sogenannte Realbrand-Ausbildung statt. Unsere Feuerwehrleute trainieren dabei den Einsatz von Hochdruckschaum in einem Brandcontainer unter realistischen Bedingungen. Schauen Sie doch einfach einmal vorbei. Wir würden uns sehr freuen.

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Brandschutztipp 01/2016

Unser aktueller Brandschutz-Tipp

 Achtung: Grillen und Spiritus – das passt nicht zusammen

13102783_1143339212384389_4238882732028536393_nMit den ersten Sonnenstrahlen startet jetzt auch bei vielen die Grillsaison. Für die Feuerwehr und Rettungsdienste beginnt damit leider auch die Zeit von Grillunfällen durch Spiritus und Brandbeschleuniger. Deshalb möchten wir heute vor den häufig unterschätzten Gefahren beim Einsatz von vor allem Spiritus und brandbeschleunigenden Grillanzündern warnen. Alleine in Deutschland gibt es jedes Jahr 4.000 Grillunfälle, rund 400 enden mit schwersten Brandverletzungen.

Gefährliche Verpuffungen mit meterhohen Flammenwänden und

Rückzündungen sind die Folge – fatal für alle umstehenden Personen. Besonders tragisch enden diese Unfälle für Kinder, die auf Augenhöhe mit dem Grill stehen und meist frontal im Gesicht und am Oberkörper von der Flammenwand erfasst werden. Großflächige Verbrennungen von mehr als 50% der Körperoberfläche sind hier keine Seltenheit.

 Tipps zum sicheren Grillen

 Grillgeräte kippsicher im Windschatten und in sicherer Entfernung von brennbaren Materialien aufstellen

 Niemals Spiritus oder andere Brandbeschleuniger verwenden – weder zum Anzünden noch zum

Nachschütten auf zu langsam brennende Grillholzkohle

 Zum Anzünden feste Grillanzünder aus dem Fachhandel, Eierkartons oder elektrische Anzünder verwenden

 Den Grill stets beaufsichtigen

 Kinder dürfen den Grill nicht bedienen oder anzünden

 Kinder nicht in Reichweite des Grills spielen lassen – einen Sicherheitsabstand von mindestens 2 bis 3 Metern einhalten

 Grillfeuer und Glut nach dem Grillen vollständig löschen und auskühlen lassen

 Heiße Grillglut nicht im Sand am Strand oder in der Erde vergraben – die Glut bleibt viele Stunden glühend heiß! – Gefahr von schweren Verbrennungen, wenn jemand in diese

unsichtbaren Glutnester tritt

 Kübel mit Sand, Feuerlöscher oder Löschdecke zum Löschen des Grillfeuers bereithalten

 Brennendes Fett niemals mit Wasser, sondern durch Abdecken löschen

 Nicht in geschlossenen Räumen grillen und den Grill niemals zum Auskühlen ins Haus stellen –

Vergiftungsgefahr!

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Foto: Paulinchen

Fachliche Quelle: Paulinchen-Initiative für brandverletzte Kinder e.V.

Mehr Infos

http://www.paulinchen.de/

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